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P R E S S E E I N L A D U N G


Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“


„Nicht Tiere, sondern Betrüger gehören hinter Gitter“
Tierschützer sperren symbolisch Ilse Aigner in einen Kaninchenkäfig


Berlin, 28.09.2011.

 

Im Februar dieses Jahres hat die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, eine scharfe Haltungsverordnung für Mastkaninchen
angekündigt. Sie reagierte damit auf die Forderung, endlich eine gesetzliche Grundlage
für die Haltung von Mastkaninchen in Deutschland einzuführen. „Die Ankündigung hatten wir damals mit Freude vernommen“, erinnert sich Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbündnisses
„Kaninchenmast, nein danke“. Da aber bereits wenige Wochen nach der Ankündigung Stimmen aus dem Bundesministerium laut wurden, dass das vollmundige Versprechen nicht so ohne Weiteres umzusetzen sei, hat das Tierschutzbündnis eine Postkarten- und Mailaktion mit dem Titel „Frau Aigner, lassen Sie die Kaninchen frei“ gestartet. Über 3.500 Menschen haben sich bisher an der Aktion beteiligt, siehe: http://www.kaninchenmast.info/wp/protestaktion-aigner/

Vor einigen Wochen wurde dann der Entwurf eines Eckpunkte-Papiers zu „Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen“ vorgestellt. „Dieser Entwurf hat nichts mit einer artgerechten Kaninchenhaltung zu tun und erst recht nichts mit den im Februar getroffenen Ankündigungen von Frau Aigner“, so Klippstein, der darin einen klaren Betrug an den Tieren und dem Verbraucher sieht.


Konkret wird an dem Entwurf des Eckpunkte-Papiers kritisiert, dass das Platzangebot für Kaninchen viel zu gering ist, so steht jedem Tier nur etwa die Fläche eines DIN-A-3-Blatts zur Verfügung. Die Tiere müssen mit ihren empfindlichen Pfoten immer noch auf einem Käfigboden stehen, ein Aufrichten soll zwar möglich sein, doch das vorgeschriebene Platzangebot lässt dies nur schwer zu. Auch sollen die Tiere weiterhin in einem Käfig gehalten werden. Tageslicht, frische Luft, ungestörtes Hoppeln und Graben, all das, was für Kaninchen ein Grundbedürfnis darstellt, ist auch weiterhin nicht vorgesehen.

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen zu setzen, hat das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ vor, am 30.09.2011 Frau Aigner in einen Käfig zu stecken.


Die Aktion im Überblick:


Wann: 30.09.2011


Wo: ab 10:00 Uhr vor dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz (BMELV), Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin.
Und ab 12:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin.


Kontakt: Stefan Klippstein, Tel. 0176-57499320 (am 30.09, auch zusätzlich Tel.:
0171-4841004)


Was: „Frau Aigner“ (Double) wird von zwei als Kaninchen verkleideten Aktivisten
in einen Käfig gesteckt, im Hintergrund wird ein 2 m mal 0,8 m großes
Banner mit dem Slogan „Nicht Tiere, sondern Betrüger gehören hinter
Gitter“ gespannt, ca. 10 Personen verteilen Flyer..


Das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“, ein Zusammenschluss von 80 Tierschutzvereinen, kritisiert insbesondere die Käfighaltung von Kaninchen.


Weitere Informationen:
Stefan Klippstein, Sprecher „Kaninchenmast, nein danke“,

Tel.: 0176-57499320 (E-Mail:
Stefan.klippstein@tierschutzbuero.de).


Deutsches Tierschutzbüro
An Groß Sankt Martin 6/206

50667 Köln
Tel: 0221–20463862
Info@tierschutzbuero.de
www.kaninchenmast.info

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